2026 · Mallorca

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17. – 19. September 2021

Organisations - Krokodile

Michael

Erik

REISEBERICHT

Das 6. Abenteuer der KroCrew steigt in Koblenz

Am 17.09.2021 hat sich die KroCrew zur sechsten Reise aufgemacht.
Für die diesjährige Fahrt hat sich das nach Losentscheid zusammengestellte Komittee, bestehend aus Michael und Erik, bemüht ein ereignisreiches Programm auf die Beine zu stellen.
Wie so oft hat keines der Mitglieder vorab erfahren, oder herausbekommen, wohin die Reise geht.
So hat der Start in Bovenden um 09:30 Uhr stattgefunden, wo selbst der Präsident pünktlich erschienen ist. Er hat sich echt verändert, alle sagen das.
Mit dem Partybus voll süffiger Kaltschorlen hat sich der Weg zunächst in Richtung Süden abgezeichnet.
Eine Weisheit des stets sicheren Fahrers Michael (alle außer Alex bestätigten dies) besagt, dass man bei so einer Fahrt pro Stunde eine Pinkelpause einplanen müsse.

Manche haben diese Pausen genutzt, um sich gleichzeitig zwei Friedenspfeifen in den Schlund zu stecken, oder gar den congenialen Einfall gehabt haben, aus einer 0,5 Liter Flasche Volvic eine Shisha zu bauen.

Mit lediglich kurzfristig geleerten Blasen hat uns die Fahrt nach Polch geführt, was alkoholkonsumbedingt durch vereinzelte hoffnungsvoll als Poloch verstanden und gelesen worden ist.

In Polch hat uns der Crocodil Dundee der Rhein-Mosel Region, Patrick auf seiner Reptilenfarm mit Auffangstation empfangen.
Nach kurzzeitiger Führung durch sein… ach ne, eine Führung haben wir gar nicht erst bekommen, sondern sind direkt zum Gehegebau verbraten worden.
Nachdem es zunächst hieß, dass man für den guten Zweck eine helfende Hand anbiete, hat sich die Hilfe über die Räumung einer Gartenhütte samt Unrat, über die Begradigung einer Stellfläche, bis hin zum Aufbau eines als Gewächshausgewölbe genutzten ehemaligen Unterstellhäuschen für Einkaufswagen erstreckt.
Man hilft wo man kann.

Unsere solidarisch ehrenamtliche Hilfsaktion, die der Erweiterung zum Auffangen seltener Reptilien ohne festen Wohnsitz diente, ist von einem zweiköpfigen Reporterteam des Süd-West Rundfunk begleitet worden.
Neben der videografischen Begleitung hat ein Interview mit dem Präsidenten stattgefunden, indem er die Interessen und Motivationen des Vereins auf hinterlistig schamlose Art und Weise vorgegaukelt hat.
Der beeindruckte und völlig überzeugte Reporter hat dem Lügenbaron von Braunhausen keinen Wackler in seinem Lügengerüst entlocken können.
Auch auf Nachfragen hat der Präsident souverän reagiert und davon berichtet, wie wir mit sechs Leuten nach Australien gereist sind, um uns in den Dienst von Krokodilen zu stellen. Vor Ort hätten wir drei weitere Mitglieder dazugewonnen, mit denen wir seit dieser Zusammenkunft nun jährlich ein Wochenende verbringen, welches sich voll und ganz dem Krokodil unterordnet.
Auch eine vermeintliche Fütterungen, bei denen die Krokodile wortwörtlich zugeschnappt hätten, und wir dadurch die Angst vor den Tieren verloren hätten, ist nicht unerwähnt geblieben. Das man Respekt vor diesen schützenswerten Tieren, die vor dem Aussterben bedroht sind, also teilweise, habe, sei jedoch natürlich selbstverständlich.
Der Präsident hat den Verein in einem so frommen und heiligen Licht mit erzkatholischen Prinzipien dastehen lassen, dass es selbst dem Papst peinlich gewesen wäre, hätte er das gehört.
Aus reinen Gründen der Bescheidenheit hat der Präsident darauf verzichtet, bei einer Veröffentlichung des Interviews, bei vollem Namen genannt zu werden.
Er hat allerdings, selbstlos wie er ist, den Namen des Vereins in separater Kameraeinstellung filmen lassen, für den Fall, dass sich nach der Ausstrahlung der Reportage Unterstützer für den Verein finden sollten.
Nach Vollbringung des präzisen Werks haben wir das beschauliche Örtchen Polch in Richtung Koblenz verlassen.
Ein kurzer Zwischenhalt auf einem zum Restaurant umgebauten Hausboot, welches widererwartend auch regionalen Wein verkauft, soll nicht unerwähnt bleiben.

Um 19:35 Uhr startet an diesem Freitag die Mitgliederversammlung unter Abarbeiung der zuvor angekündigten elf Tagesordnungspunkte.
Als herausragend erwägenswert gilt hier die Wahl für das Planungskommitee 2022 unter der Schirmherrschaft von Michel und Alex, sowie der sich daraus automatisch ergebenen Federführung für das Jahr 2023, bestehend aus Akin und Volli.
Weiterhin soll nicht außer acht bleiben, dass der finale Text für den Song des Vereins in überaus konstruktiver Abstimmung festgeschrieben worden ist.

Ab 21:30 Uhr ist zu zwei Challenges der Krolympiade einberufen worden.
Während Marius noch heute einen Zahn im Krokodoc sucht, bei dem ihm nicht sofort die Hand abgehackt wird, hat sich Michel es sich nicht nehmen lassen, den vollen Liter Bier auf exakte 522 Milliliter blind herunter zu trinken, und sich damit den Sieg für diese Challenge zu sichern.
Der weitere Verlauf des Abends ist glücklicherweise ohne das Erbrechen einzelner Mitglieder, dank des Verzichts auf Schnapsschorlen, und nennenswerte Verluste verlaufen.

Ein Verlust ist leider am nächsten Morgen zu verzeichnen gewesen. Das Krokodil Alex hat die Gruppe früh am Samstag verlassen, da es ganz kurzfristig und spontan zu einer Konfirmation im engsten Familienkreis gekommen ist.
So zumindest der Eindruck, der bei allen weiteren Mitgliedern entstanden ist, da diese Information erst einen Tag vor der Reise eingegangen ist.

Nach einem von Patty vorbereiteten reichhaltigen Frühstück brechen wir auf in die alt- und ehrwürdige Stadt Koblenz.
Vom dortigen Schloss, entlang des Ufers des wunderschönen Rhein, hin zum ehrfurchtserregenden Denkmal des Deutschen Ecks, wo sich Rhein und Mosel im Zufluss treffen.
Nach einer kurzweiligen Erfrischungspause mit Wein der limitierten KroCrew Edition, begeben wir uns mit der Gondel Nr. 17 samt schwindelerregendem Ausblick auf den Grund, zur Festung Ehrenbreitstein.

Nach dem Passieren des albernen… ähm mittelalbernen… ach man, ich meine mittelalterlichen Markt mit unzählbar vielen verkleideten Gestalten, gelangen wir zu der bei Sonnenschein heiß ersehnten Tränke über den Dächern von Koblenz.
Mit atemberaubendem Blick über das Deutsche Eck hinweg über die Weiten der Weinreben, hätte der Anblick kein Ende zu finden brauchen.

Jedoch hat ein weiteres Event auf sich warten lassen.
Doch bevor wir Jens und seine zweifelhaft verwandten „Mädels“ auf die MS Moselhammer begleiten durften, haben wir noch drei kühle Runden Gerstensaft gepeitscht.
Dank Eriks unbändiger Fragewut, sind wir mit aufgetragenem Lichtschutzfaktor 30, den er erst vergebens beim Taxifahrer, dann aber erwartungsgemäß im Restaurant erworben hat, auf den Dampfer gestiegen und die Mosel stromabwärts gefahren.
Auf dem Kutter hat es Weinschorlen gehagelt wie nichts gutes, sodass der Sprung in die Mosel ohne zu zögern im Backflip und Arschgranate gelungen ist.
Pattys eleganter Wiedereinstieg hat einen unflätigen Kommentar von der dicken Blonden nach sich gezogen, trotz dem er sich wie eine Sportrobbe bewegt hat.
Im Anschluss an die sehenswerte Flussfahrt wird der nächste Sieger der einer Challenge am Kickertisch ermittelt.


Anschließend bestellt Michel sieben Helle bei der dunkelhäutigen Bedienung der zünftigen Wirtschaft ohne sich zu schämen.
Auch wenn Michael heute behauptet, dass wir das 10-Liter Fass niemals geschafft hätten, wird diese Behauptung niemals belegbar sein, da er sich einfach zu fein gewesen ist, es darauf ankommen zu lassen.
Nach dem Verzehr, bzw. dem Versuch alles anständig aufzuessen, der Fleischgerichte mit der Größe olympischen Ausmaße, begeben wir uns zurück in unsere Klosterunterkunft.
Bei den zwei letzten Challenges gipfelt der Kampfgeist aller Mitglieder um die letzten Plätze ins Unermessliche.
Beleidigungen quer durchs Tierreich, bis hin zur Diskreditierung eigener, wie auch konkurrierender Spielers Familien, haben keinen Platz für Fair Play gelassen.
Selbst der Einsatz eines Video-Assistent-Referees hat so manchen Gladiatoren zur Weißglut gebracht. Regelwerk und übereifriger Ehrgeiz sind in dieser eskalierenden Phase nicht mehr vereinbar gewesen.

Letztlich hat Michel auf überaus zweifelhafte Art den Sieg der gesamten Krolympiade eingefahren und ist nun der stolze Besitzer des aligatorischen Preises geworden.
Jeder darf in spannender Erwartung sein, wenn der Krolympiasieger in die Haut von Kroko steigt und sie über jede Prärie reitet.

Leicht verkatert, aber zufrieden verlässt am Sonntagmorgen erst Akin die Gruppe über den Schienenweg in Richtung Heidelberg, darauf folgt Erik über den Luftweg nach Sardinen und der Rest der Crew über Deutschlands staugeplagten Autobahnen ins Nest nach Göttingen.

Danke den zuverlässigen Organisatoren und allen motivieren Mitgliedern für die Teilnahme.
Auf ein Neues!

Kro kro kro – Crew crew crew

ENDE

HIGHLIGHTS

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